GeschichteDie Stiftung Amor & Energía (Liebe und Energie) "AM-EN" ist eine gemeinnützige bürgerliche Organisation für soziale Entwicklung, die behinderte und minderbemittelte Kinder in Ecuador unterstützt.
Um die Betroffenen zu unterstützen, wurde AM-EN 1995 von der Münchnerin Heidi Paliz in Quito - Ecuador, ins Leben gerufen, die bereits 1989 Reittherapie in Ecuador eingeführt hatte.
Die Stiftung hat eine inzwischen international anerkannte neue Therapieform, die sogenannte „Integrale Rehabilitation und Erholung für Behinderte“, eingeführt, die auf der Grundlage der Reittherapie in Kombination mit anderen therapeutischen konventionellen und alternativen Methoden (Physiotherapie, Ergotherapie, Sprachtherapie, Fußreflexzonen Massage, Wassertherapie, Akupressur, Musik- und Theater Therapie und anderen) bemerkenswerte Ergebnisse erzielt, entwickelt.
Von 1999 bis 2005 wurde AM-EN von der UNO in einem Traingsprogramm unterstuetzt, um die von AM-EN entwickelte Methode zuerst in ganz Ecuador und dann auch in anderen Süd- und Mittelamerikanischen Ländern einzuführen.
Kinder, von denen Ärzte behaupten, dass sie nie Sprechen od. Laufen werden, gehen inzwischen durch die umfassende Behandlung in normalen Schulen.
Außer den Therapien werden bedürftige Kinder und Familien, sowie Straßenkinder finanziell bei ihrer Schulbildung unterstützt und an Festen besonders bedacht.
Im Moment werden über 400 Kinder und deren Eltern, mit besonderem Augenmerk auf alleinerziehende Mütter, die wöchentlich in das Zentrum der Stiftung kommen, betreut. Die Warteliste der Kinder, die Therapien benötigen, ist wegen fehlender finanziellen Möglichkeiten der Stiftung, weiterhin sehr lang.
In Ecuador sind über 13% der Bevölkerung mit irgendeiner Art von Behinderung registriert (Dunkelziffer sehr groß), eine ungeheuer hohe Zahl. Ursache ist schlechte Ernährung von Mutter und Kind, schlechte, bzw. keine medizinische Betreuung bei od. nach der Geburt und überhaupt, Alkoholismus, Inzucht in abgelegenen Dörfern, unsachverständige Verwendung von Insektenschutzmitteln, Fehlen von Information, usw.
Die AM-EN Stiftung Ecuador kann nur durch die Hilfe des AM-EN FÖRDERVEREINES e.V. MÜNCHEN (anerkannter Gemeinnütziger Verein, St. Nr. 842/168 28 Finanzamt München) bestehen, der versucht, die nötigen Mittel zum Unterhalt der Pferde - unsere heilenden Helfer - der Therapeuten, sowie laufenden Kosten aufzubringen.
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NEWS25.04.2011 Erfahrungsbericht Volontariat Fundación Amor y EnergíaVon Oktober 2006 bis März 2007 habe ich fünf Monate in der Fundación Amor y Energía als Volontärin gearbeitet. Die Stiftung, gelegen in Tumbaco, Ecuador, ermöglicht mittellosen Familien mit geistig und körperlich behinderten Kindern unentgeltliche Therapien. Finanziert wird das Projekt durch Reitunterricht für Privatpersonen sowie durch Spendengelder.
Zur täglichen Arbeit gehörte die Pferdepflege, Mithilfe bei den Hippotherapien, Reitstunden, Training der Pferde sowie Umgebungsarbeiten wie reparieren von Zäunen oder Gartenarbeiten.
Pferdekenntnisse sind sicher von Vorteil, weil sich ein Grossteil der Arbeit mit und um die Pferde handelt, wobei man sich auch ohne Pferdekenntnisse einarbeiten kann. Auch therapeutische Kenntnisse sind für die Fundación sehr hilfreich. Als Ergotherapeutin hatte ich die Möglichkeit, anschliessend an die Hippotherapien mit den Kindern ergotherapeutisch zu arbeiten.
Zielgruppe fuer die Therapien sind Kinder und Erwachsene mit folgenden Krankheitsbildern:
§ Cerebralparese vor allem mit dem Erscheinungsbild der spastischen Di- und Tetraparese sowie hypotone und ataktische Erscheinungsbilder
§ Zustand nach Schaedelhirntrauma
§ Schlaganfallpatienten mit Hemiparese
§ Para- und Tetraplegiker
§ Down Syndrom
§ Verhaltensauffaelligkeiten (z.B. Hyperaktivitaet, Entwicklungsverzoegerung)
§ Angst-, Essstoerungen und Depressionen
§ Blindheit, Taubheit
In den fünf Monaten waren deutliche Fortschritte durch die Therapiemassnahmen zu verzeichnen. Mit Freude konnte ich zusehen, wie ein Kind erste Schritte gelaufen ist, sich auf dem Pferd selbständig halten konnte oder zunehmend Vertrauen in das Pferd wie auch in sich selber fasste. Die Mehrheit der Kinder ist sehr glücklich auf dem Pferd, strahlt, und teilweise wollen sie überhaupt nicht mehr absteigen. Doch auch ängstliche Kinder gilt es zu motivieren und zu unterstützen. Von den Volontären braucht es ein grosse Portion Einfühlungsvermögen, um die Therapien den Möglichkeiten des Kindes anzupassen.
Herzlichen Dank nochmals an alle für die unvergessliche Zeit in Tumbaco. Ich hoffe, dass ich irgendwann die Möglichkeit habe, euch wieder zu besuchen!
Hasta pronto…
Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung unter skriz@gmx.ch
Simone Kriz - Schweiz
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